Svenja's Rassemeerschweinchen

 

 

Svenja's Rassemeerschweinchen

 

Das Meerschweinchen kommt ausschließlich in Südamerika vor. Ihr Lebensraum ist das Grasland

und das felsige Gelände in Höhen bis zu 4000 Meter. Dort leben sie in kleinen Familienverbänden

von bis zu 15 Tieren in Höhlen. Bevorzugt werden verlassene Höhlen anderer Tierarten gewählt. 

Das Hausmeerschweinchen (Cavia apereaa porcellus) stammt vom bedeutend kleineren 

(500-600 Gramm) Wildmeermeerschweinchen (Cavia aperea) ab. Neben dem Wildmeerschweinchen

gibt es noch die Gattungen der Wieselmeerschweinchen (Galea), der Zwergmeerschweinchen

(Microavia) und der Felsenmeerschweinchen (Kerodon).

Das Hausmeerschweinchen ist dort in seiner Heimat schon von den Indianern als Haustier für

verschiedene Zwecke gehalten worden. Dort waren sie Nahrungsmittel und wurden oft frei

laufend in der Küche gehalten und von Gemüseabfällen ernährt. Oder sie wurden als Opfertiere

genutzt. Wann sie genau nach Europa kamen, ist nicht genau geklärt. Einige sind der Meinung, sie

wurden im 16. Jahrhundert von spanischen Seefahrern mitgebracht, andere meinen, dass erst

viel später die Engländer an der Einführung der Meerschweinchen beteiligt waren. Man kann

aber mit Gewissheit sagen, dass sie spätestens im 18. Jahrhundert nach Europa kamen.

Der Name "Meerschweinchen" ist eigentlich ja ein recht komischer Name für ein Tier, welches

nicht gerade der große Wasserfan ist noch mit den Schweinen verwandt ist. Der Name

ist wohl daraus entstanden, da die Meerschweinchen durch die Seefahrer über das Meer kamen

und Schweineähnliche Geräusche von sich geben wie zum Beispiel das Quieken. 

Im englischsprachigen Raum heißt das Meerschweinchen Guinea Pig. Guinea kommt wohl von dem

früheren Englischen Münzstück Guinee (21 Schilling). Soviel soll damals ein Schweinchen 

 gekostet haben. Sozusagen heißt es "Talerschwein" ;-)

 
 
 

Svenja's Rassemeerschweinchen

 
Körpertemperatur: 37.5° C - 39° C Größe: 25 - 35 cm 
Atmung:  100 - 130 Schläge pro Minute
   
Gewicht:  1.0 1000 - 1800 Gramm /
   0.1 800 - 1400 Gramm
Puls: 300 Schläge pro Minute Brunstzeit: alle 16 - 18 Tage für 24 Stunden
Blutmenge: ca. 6 % des Körpergewichts Tragzeit: 68 Tage ( 64- 70 Tage)
Zahl der Wirbel: 7 Hals-, 12 Brust-, 6 Lenden-,
  4 Kreuzbein-, 7 Schwanzwirbel
Geburtsgewicht:  65 - 120 Gramm
   (50  - 160 Gramm möglich)
Darm: Insgesamt über 7 Meter Lang Wurfgröße: 1 - 7 möglich (normal 2 - 4)
Zwölffingerdarm: 12 cm Wurfzahl: bis 4 im Jahr möglich
Leer- und Hüftdarm: ca. 120 cm Säugezeit: 3 - 4 Wochen
Blinddarm:  15 cm
   
Geschlechtsreife:   ab ca. 4 Wochen (früher
   oder später ist möglich!)
Grimmdarm:  70 cm - 95 cm
   
   
Zahl der Zitzen:   2 (4 sind möglich, 2 davon
   aber nicht Funktionstauglich;
   selber schon gehabt)
Herzgewicht: 2,2 Gramm bei 800 Gr. Körperge. Erwachsen: mit ca. 12 Monaten
Lebergewicht: 3,9 % des Körpergewichts Lebenserwartung: 8 Jahre´( 4 - 15 Jahre)
Gehirngewicht: 1,33 % des Körpergewichts Krallen: vorne 4; hinten 3
optimale Umgebungstemperatur:  20° C - 22 ° C
   
Fortpflanzungszeit:  5 - 6 Jahre (nicht
   Zuchtzeit!)
optimale Luftfeuchtigkeit: 45 % - 60 % Absetzalter: ca. 4 - 5 Wochen
Sehvermögen:  gut ausgeprägt; recht großes
   Blickfeld; Farben werden unter-
   schieden; Verhältnis Stäbchen zu
   Zapfen 4-5 : 3
Atemzüge:  100 - 130 pro Minute
   
   
   
Geruchssinn:  sehr gut ausgeprägt und dem   
   Menschen weit überlegen;
   Meerschweinchen erkennen sich
   untereinander und andere
   Lebewesen an ihrem Geruch
Zähne:  je Kiefer 2 Schneidezähne und 8
   Backenzähne; Eckzähne fehlen
   
   
   
Höhrvermögen:  sehr gut ausgeprägt; helle Töne   
   werden noch in einem Bereich
   wahrgenommen, der für    
   Menschen nicht mehr erfassbar
   ist. Die Schnecke des Innenohrs
   weist 4 Windungen auf (2 1/2
   beim Menschen).
   Die oberste Hörgrenze liegt bei
   33 000 Hertz (beim Menschen
   etwa 15 000 bis 20 000 Hertz)
   ,die untere Grenze liegt bei etwa
   16 Schwingungen pro Sekunde
   (beim Menschen etwa gleich)
Verständigkeit:  reichhaltige Lautäußerungen 
   in unterschiedlichen
   Frequenzbereichen
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
 
 
 

Svenja's Rassemeerschweinchen

 

Meerschweinchen unterhalten sich mit vielen verschiedenen Lautäußerungen, 

die von Quieken und Pfeifen bis zu leisem Gebrummel reichen können.

 
Brommseln / Gurren:  Dieses Verhalten legen meistens die Böckchen an den Tag. Sie gurren zum
   Beispiel, um ein Weibchen zu beeindrucken. Begurren sich zwei Böcke,
   klären sie ab, wer von beiden der Boss ist. Lässt sich dies nicht dadurch
   klären, kann es im heftigsten Fall zu üblen Auseinandersetzungen kommen!
   Weibchen gurren meistens in der Brunstzeit.
 
Pfeifen:  Meeris pfeifen meistens, wenn sie Futter haben wollen oder sie ihren Futtermeister zur
   Fütterungszeit kommen hören. Besonders Lautstark bei knisternden Tüten ;-)
   Manchmal pfeifen sie auch, wenn sie andere Artgenossen hören, besonders die Böcke ;-)
   (Habe es auch schon erlebt, dass ein Bock gepfiffen hat, als es Meeriquieken aus dem
   Internet gehört hat ;-)) )
 
Schirpen / Zwitschern:  Dieses Verhalten ist noch nicht genau geklärt. Es wird gesagt, dass diese
   Tiere dann unter sozialen Druck stehen oder in Stresssituationen sind.
   Ich habe dieses Verhalten erst ein bis zweimal beobachten können. Also
   kommt es wohl recht selten vor. Alle anderen Meerschweinchen sitzen
   wie versteinert da und lauschen gespannt. Macht jemand in dieser
   Situation dann eine schnelle Bewegung, rasen alle in größter Panik in ihre
   Unterschlüpfe. Ich denke, das Verhalten zeigen sie nur, wenn sie etwas
   sehr Ungewohntes oder Beängstigendes gehört und/oder gesehen
   haben. Es hört sich wirklich fast genau so an wie Vogelzwitschern!
 
Bocksprünge:  Jungtiere machen meistens Bocksprünge aus Lebensfreude und Übermut, aber
   auch ausgewachsene Meerlies hüpfen aus lauter Freude. Besonders wenn sie neu
   gestreut wurden (habe ich bei meinen eigenen Meeris beobachtet und auch schon
   von anderen Züchtern gehört. Einige von meinen Schweichen hüpfen auch, wenn ich
   bestimmte Geräusche von mir gebe oder in einer bestimmten Tonlage spreche ;-) )
 
Zähneklappern:  Zähneklappern ist meist ein Ausdruck von "Aggressivität". Böcke untereinander
   zeigen am häufigsten diese Geste. Aber auch Säue zeigen diese Verhalten.
   Beklappern sich 2 Meelies untereinander, ist es höchste Zeit sie zu trennen.
   Dies ist die letzte Stufe, bis sie aufeinander losgehen und es zu heftigen
   Kämpfen kommen kann, wenn keins der Meeris sich dem anderen unterwirft!
   Zwei kämpfende Meerlies schnell aber vorsichtig trennen. Es passiert schnell,
   dass man selber in dem ganzen Trubel gebissen wird und die davongetragenen
   Wunden sind oft sehr heftig! (Kann selber einige Leidensgeschichten erzählen)
   Wenn man seine Meelies kennt, kann man aber sehen, welches Zähneklappern
   "ernst" gemeint ist und welches nicht. Ich kann bei meinen dieses sehen.
   Werde ich von zum Beispiel Sammy oder Gino beklappert, weiß ich, das es    
   einfach nur "meckern" ist, warum das mit dem Futter den so lange dauert. Die    
   beiden kann ich dann gefahrlos anfassen und streicheln. Aber bei Rambo ist es
   Wut, weil Gino wieder über die Kante guckt. Bei ihm im Stall muss ich dann
   vorsichtig hantieren, da es passieren kann, das er mich dann beist.
 
Schlafen und Träumen:  Auch Meerschweinchen haben ihre Schlaf- und Ruhephasen. Sie liegen   
   dann auf der Seite und haben ihre Augen geschlossen. Ihre Ohren und
   Pfötchen zucken leicht. In dieser Phase sollte man das Tier erst leise
   ansprechen, bevor man es hochheben möchte, da es sonst leicht
   erschrickt.
 
Kot fressen:  Eine für uns recht ekelig erscheinende Verhaltensweise ist das Kot fressen. Dieser
   Kot ist spezieller Kot aus dem Blinddarm. Er ist für das Meerschweinchen sehr  
   wichtig, da in ihm Vitamin B und K enthalten sind. Sie nehmen ihn direkt vom After
   auf. Trächtige Weibchen, die dies aufgrund ihrer Leibesfülle nicht können, nehmen
   ihm vom Streu auf. Baby fressen den ihrer Mutter.
 
Fellfressen:   Der Grund für das Fellfressen ist noch nicht so genau geklärt. Besonders  / oder    
   Langhaarzüchter haben damit ihre Probleme. Es wird vermutet, dass Langeweile
   und Mineralstoffmangel der Grund dafür sind. Es kann versucht werden, das
   Fellfressen durch eine langsame Futterumstellung zu beheben. Mir persönlich ist
   aufgefallen, dass die kurzhaarigen Schweinchen wie US-Teddy's, Glatthaarmeeris
   usw. eher Haare fressen, als die Langhaarigen selber. Fellfressende  langhaarige
   Böcke hatte ich selber noch nie bei mir im Stall. Dies taten dann eher die Säue. 
   
 
 
 
 

Quellen der Infos: Mehr über Meerschweinchen, Gaby Prust; Wikipedia;

Meerschweinchen, Dr. Günther Schmidt