Svenja's Rassemeerschweinchen

 

 
 
 

Svenja's Rassemeerschweinchen

 

Um die Aufzucht der Babys muss man sich eigentlich nicht großartig kümmern. Obwohl die 

Mutter nur zwei Sitzen hat, kann sie problemlos 4 und mehr Babys großziehen. Die Babys

wechseln sich regelmäßig an der Milchquelle ab. Sie lernen von ihrer Mutter, was sie fressen

können und was sie lieber liegen lassen sollten. Es kommt auch öfters vor, dass, wenn  Beinen und

Säue zur gleichen Zeit Babys haben, sie sich die Kinderchen austauschen und teilen. So übernimmt

zum Beispiel eine Mutter mit ein oder zwei Babys welche von einer anderen Mutter mit 4 oder

gar 6 Babys. Die Babys werden in der Regel bis zur vierten Lebenswoche gesäugt Manchmal ist

die Säugezeit auch schon mit drei Wochen beendet oder sie dauert bis zur sechsten

Lebenswoche an, was bei mir auch schon vorgekommen ist. Schon am ersten Tag der Geburt an

nehmen die Kleinen, neben der Muttermilch auch feste Nahrung zu sich. Ich habe schon

mehrere male beobachtet, das vor kurzem geborene Babys, also noch total wackelig auf den

Beinen und vielleicht sogar noch leicht feucht, an den ersten Heuhalmen knabberten. .

Um die Babyaufzucht braucht man sich eigentlich nicht großartig zu kümmern. In den meisten   

Fällen klappt alles ohne Komplikationen. Man sollte nur darauf achten, das dem Muttertier und

den Babys genügend frische, abwechslungsreiche Kost zur Verfügung steht und bald noch

wichtiger, ausreichend frisches Wasser vorhanden ist, da die Mutter in der Säugezeit einen sehr

viel höheren Flüssigkeitsbedarf hat, als zu der Zeit, wenn sie keine Babys großziehen muss.

 
 

Svenja's Rassemeerschweinchen

 

Nun kann es aber immer wieder mal vorkommen, dass die Mutter ihre Babys nicht annimmt oder

die Mutter im schlimmsten Fall durch zum Beispiel Geburtstoxicose verstirbt und die Babys

ohne Mutter sind. In dieser Situation ist es immer sehr von Vorteil, wenn eine weitere Sau

zur gleichen Zeit Babys hat, die die Babys dann mit großziehen kann. Aber was ist, wenn zu der 

Zeit kein weitere Wurf vorhanden ist, bei dem man die Babys unterlegen kann oder die

Ammensau die fremden Babys nicht annimmt? Wenn diese Situation eintritt, bleibt einem nichts

anderes übrig, als selber die Mama zu spielen und das oder die Babys groß zu ziehen. Nun gibt

es mehrer Möglichkeiten, die Babys zu Füttern. Man kann es mit einer sehr kleinen Flasche mit

Zitzenähnlichen Aufsatz und Katzenmilch oder Milchpulver versuchen. Zu dieser Milchersatz

kann ich persönlich aber nichts weiter sagen, da ich es selber damit noch nicht probiert habe und

mir auch kein Züchter bekannt ist, der diese Methode praktiziert hat. Eine weitere Fütteruns- 

methode wäre der sogenannte Päppelbrei. Dieser ist speziell zur Fütterung mutterloser Babys

und kranker und schwacher Tiere. Er besteht aus einer art "Pflanzenpulver". Diesen muss man

in einem bestimmten Verhältnis mit Wasser mischen. Diesen Brei verabreicht man dann am

Besten mit einer kleinen Spritze OHNE Nadel. Man kann ihn vom Tierarzt erhalten oder von  

verschiedenen Versandhandeln, die sich besonders auf die Kleintierernährung spezialisiert

haben. (zum Beispiel www.muckelfutter.de) Neben diesen Fütterungsarten besteht auch

noch die Möglichkeit, die Babys mit einem Futterbrei aus verschiedenen Bestandteilen groß-

zu ziehen, wie ich es bei Sammy praktiziert habe. Er möchte diesen Päppelbrei nicht und so blieb

mir keine andere Möglichkeit, ihn damit zu füttern. Dieser Brei bestand zum größten Teil

aus den Babybreigläsern für Säuglinge. Natürlich nur pflanzliche Sorten verfüttern. Diesen Brei  

habe ich lauwarm erwärmt und ihn dann mit klein geriebenen Brötchen, aufgeweichten Futter-

pellets, Vitamintropfen und ganz wenig von diesem Päppelbrei gemischt. (Nachzulesen auf

Sammys Seite unter seiner Geschichte). Aber ganz wichtig, egal welche Fütterungsmethode man

nun anwendet, ist, dass man den Babys nach jeder Mahlzeit sanft den Bauch massiert, damit die

Verdauung angeregt wird. Das wird bei der normalen Aufzucht von der Mutter durch das Putzen

erledigt.

 
 

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Was gibt es weiterhin noch zu beachten? Ich denke, dass jedem klar ist, dass die Babys nicht in

einem totalen Trubel aufwachsen, wo immer sehr hohe Lautstärke und Hektik herrscht, da die

Babys und die Mutter auch mal in ruhe unter sich bleiben möchten. Aber es ist wichtig, die Babys

langsam an alltägliche Geräusche und Tätigkeiten, wie auch an die menschliche Hand zu gewöhnen,

damit die Babys nicht in völliger Isolation aufwachsen und später in ihrem neuen Heim dann

in ständigem Stress sind, weil sie all die Geräusche usw. nicht kennen. Ich habe gute Erfahrungen

damit gemacht, immer in der Fütterungszeit Musik anzumachen und auch mal etwas lauter mit

ihnen zu reden. Dadurch habe ich erreicht, dass meine Schweine sehr ruhig sind und auch ganz

locker bleiben und nicht voller Panik in ihre Hütten rennen, wenn mal etwas runterfallen sollte.

Weiterhin sollte man daran denken, die Geschlechter frühzeitig festzustellen, um die Jungböcke

mit ca. 4 - 5 Wochen von der Mutter und ihren Schwestern zu trennen, da sie mit 4 Wochen

schon geschlechtsreif sein KÖNNEN und so ihre Mutter und/oder ihre Schwestern decken

könnten. Die Jungböcke lässt man dann am besten unter sich, vergesellschaftet sie mit anderen

Jungböcken oder setzt sie zum Beispiel zu einem großen Bock, der dann automatisch der Chef

ist. Aber man sollte sie NIE alleine setzen, da die Trennung von ihrer Mutter schon genug stress 

bedeutet.